Ein Wehklagen, das durch die Jahrzehnte hallt: Dieses packende Horror-Triptychon aus Spanien erzählt vom Erbe der Angst
Madrid, Gegenwart: Am Anfang steht ein Laut, ein fernes, verebbendes Klagen, dessen Herkunft niemand ausmachen kann. Die Studentin Andrea (Ester Expósito) ist in der spanischen Hauptstadt auf der Suche nach ihren Wurzeln, als sie es zum ersten Mal hört. Bald darauf ist ihr Freund tot, und etwas Unsichtbares heftet sich an ihre Fersen.
Zwei Jahrzehnte zuvor widerfuhr in Buenos Aires Marie (Mathilde Ollivier) dasselbe. Und auch Camila (Malena Villa) blieb nicht verschont. Sie war die Einzige, die verstand, was mit ihr geschieht, doch niemand glaubte ihr. Die drei jungen Frauen scheinen durch nichts miteinander verbunden zu sein, und doch werden sie aus unerklärlichen Gründen von derselben unbekannten, bösen Macht heimgesucht …
Regisseur Pedro Martín-Calero legt sein Debüt als Triptychon an, das sich über Zeiten und Kontinente spannt. Dabei verzichtet er auf billige Schocks und setzt ganz auf Atmosphäre, präzise Bilder und ein bedrückendes Sounddesign. Das Grauen offenbart sich nur im Sucher der Kamera, die mehr sieht als das bloße Auge. So wird jedes Bild zum Vexierbild und jeder leere Raum zur Drohung.
Hinter dem Spuk verbirgt sich eine bittere Allegorie auf männliche Gewalt. Sie nimmt Frauen das Wort, lässt ihre Zeuginnen ungehört und pflanzt sich von Generation zu Generation fort. Nicht jedes Rätsel wird aufgelöst, doch gerade das verstärkt die Wirkung.
In San Sebastián erhielt der Film die Silberne Muschel für die beste Regie, und das zu Recht: "The Wailing" ist intelligenter Horror, der lange nachhallt.
Madrid, Gegenwart: Am Anfang steht ein Laut, ein fernes, verebbendes Klagen, dessen Herkunft niemand ausmachen kann. Die Studentin Andrea (Ester Expósito) ist in der spanischen Hauptstadt auf der Suche nach ihren Wurzeln, als sie es zum ersten Mal hört. Bald darauf ist ihr Freund tot, und etwas Unsichtbares heftet sich an ihre Fersen.
Zwei Jahrzehnte zuvor widerfuhr in Buenos Aires Marie (Mathilde Ollivier) dasselbe. Und auch Camila (Malena Villa) blieb nicht verschont. Sie war die Einzige, die verstand, was mit ihr geschieht, doch niemand glaubte ihr. Die drei jungen Frauen scheinen durch nichts miteinander verbunden zu sein, und doch werden sie aus unerklärlichen Gründen von derselben unbekannten, bösen Macht heimgesucht …
Regisseur Pedro Martín-Calero legt sein Debüt als Triptychon an, das sich über Zeiten und Kontinente spannt. Dabei verzichtet er auf billige Schocks und setzt ganz auf Atmosphäre, präzise Bilder und ein bedrückendes Sounddesign. Das Grauen offenbart sich nur im Sucher der Kamera, die mehr sieht als das bloße Auge. So wird jedes Bild zum Vexierbild und jeder leere Raum zur Drohung.
Hinter dem Spuk verbirgt sich eine bittere Allegorie auf männliche Gewalt. Sie nimmt Frauen das Wort, lässt ihre Zeuginnen ungehört und pflanzt sich von Generation zu Generation fort. Nicht jedes Rätsel wird aufgelöst, doch gerade das verstärkt die Wirkung.
In San Sebastián erhielt der Film die Silberne Muschel für die beste Regie, und das zu Recht: "The Wailing" ist intelligenter Horror, der lange nachhallt.